Reisnudeln mit cremiger Miso Sauce und Tempeh

von | 27. Jul 2022 | Hauptgerichte, Rezepte

Diese cremige Miso Sauce ist eine echte Geschmacksexplosion und harmoniert toll mit milden Reisbandnudeln. Ein würziges Tempeh Crumble rundet das Rezept ab und liefert viel Protein. Ein ausgewogenes, leckeres und veganes Nudelgericht mit asiatischen Zutaten und viel Umami. Überzeuge dich selbst!

Du liebst Pasta, stehst auf die asiatische Küche und möchtest mal etwas Neues probieren? Dann kann ich dir dieses Rezept für Reisnudeln mit Miso Sauce und Tempeh Crumble nur ans Herz legen! Du verstehst schon bei den Zutaten nur Bahnhof? Kein Problem, das werden wir gleich ändern – und Misopaste vielleicht zu deiner neuen Geheimwaffe in der Küche machen.

In diesem Gericht sorgt sie nämlich für die perfekte Würze und verbindet sich mit Reisnudeln und Tempeh zum ultimativen Soulfood. Kein Wunder, dass das Rezept auch auf meinem Instagram-Account so beliebt ist – ausprobieren lohnt sich!

Miso Sauce: Was ist das?

Die Sauce in diesem Gericht beinhaltet gleich mehrere Geheimzutaten. Als Basis verwende ich gerösteten Blumenkohl, der in Kombination mit Tahin und Wasser eine cremige Sauce ergibt – und zwar ganz ohne Sahne oder Nüsse. Für die Würze sorgen gerösteter Knoblauch, Misopaste und Würzhefeflocken. All diese Zutaten verwende ich beim Kochen regelmäßig, weil sie ganz besondere Aromen aus meinen Gerichten herauskitzeln – und genau darauf basiert die vegane Küche für mich.

Jetzt fragst du dich aber vielleicht immer noch: was ist Miso Sauce? Daher gehe ich jetzt noch einmal auf die drei exotischsten Zutaten aus diesem Rezept ein und verrate dir, was sie so besonders macht:

Was ist Miso?

Miso Sauce basiert auf Misopaste, einem japanischen Würzmittel, das aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wird. Die Bohnen werden dafür mit einem speziellen Schimmelpilz (Aspergillus oryzae) versetzt, wodurch ein probiotisches Lebensmittel entsteht. Schimmel in Lebensmitteln, das klingt erstmal komisch – es ist aber in diesem Fall sehr gesund. Durch die Fermentation entstehen gute Bakterien, welche die Darmgesundheit fördern, und ein probiotisches Lebensmittel.

Gleichzeitig wird die Paste unglaublich würzig und erhält den typischen Umami-Geschmack. Ein Teelöffel genügt, um einem Gericht eine unglaubliche Tiefe zu verleihen – so wie bei dieser Miso Sauce. Es gibt verschiedene Miso-Arten, zum Beispiel auf Basis von Soja, Reis oder Gerste, kürzer oder länger fermentiert. Je heller, desto milder der Geschmack. Für diese Miso Nudeln verwende ich daher helles Shiro Miso.

Fermentation wird übrigens auch für die Herstellung von Joghurt, Käse, Tempeh, Sauerkraut und Sauerteigbrot genutzt. Es ist eine jahrhundertealte Methode, um Lebensmittel haltbar und bekömmlicher zu machen.

Was ist Tempeh?

Wie bereits kurz angedeutet, ist auch Tempeh ein fermentiertes Produkt – und zwar ebenfalls aus Sojabohnen. Verwenden lässt Tempeh sich wie Tofu und auch er ist oft als Block erhältlich – darin kannst du jedoch noch die ganzen Bohnen erkennen. Auch hier kommen ein Schimmelpilz und Bakterien zum Einsatz, wodurch ein schnittfestes und leckeres Produkt entsteht, das sich vielfältig einsetzen lässt.

Ein idealer veganer Fleischersatz, der reich an Protein, Probiotika und Magnesium ist. Du kannst Tempeh Natur kaufen oder bereits gewürzt, außerdem gibt es Sorten auf Basis von schwarzen Bohnen und Lupinen. Für diese Miso Pasta machen wir daraus ein leckeres Crumble, das scharf angebraten und mit einer würzigen Marinade karamellisiert wird.

Was ist Tahin?

Tahin, Tahina oder Tahini dürfte den meisten inzwischen ein Begriff sein. Aus der orientalischen Küche ist Sesammus nämlich nicht wegzudenken – doch auch in europäischen oder asiatischen Gerichten lässt es sich toll verwenden. Tahin ist eine Paste aus gemahlenen Sesamkörnern. Dunkles Tahin entsteht aus ungeschälten Sesamsamen und schmeckt etwas bitterer, helles Tahin wird aus geschältem Sesam hergestellt und ist milder. Es ist ideal für Miso Sauce, da es für eine cremige Konsistenz sorgt und toll mit den anderen Aromen harmoniert. Im Übrigen ist es reich an Kalzium und Eiweiß.
Teller mit Bandnudeln und Miso Sauce

Wie verwende ich Miso Sauce und Misopaste?

Wenn du Miso noch nie benutzt hast, starte einfach mal mit diesem Rezept. Du kannst auch eine Messerspitze probieren, um einen Eindruck von dem besonderen Geschmack zu bekommen. Das Gute: Durch die Fermentation ist Misopaste extrem lange haltbar. Lagere die angebrochene Packung fest verschlossen im Kühlschrank und entnehme die Paste immer mit einem sauberen Löffel.

Neben dieser Miso Sauce kannst du auch klassische Misosuppe, glasierte Auberginen mit Miso, ein asiatisches Miso-Sesam-Dressing für Salat und Gemüse damit zubereiten. Echte Miso-Fans verwenden die Paste sogar für Desserts, um eine spannende Geschmacksnote zu erzeugen. Klingt vielleicht verrückt – aber das dachte man vor Jahren ja auch von Salzkaramell oder Erdnussbutter-Schokolade.

Weitere leckere vegane Hauptgerichte findest du hier:

Teller mit Reisnudeln, Miso Sauce und Tempeh

Reisnudeln mit cremiger Miso Sauce und Tempeh

Elisa
Vegane Miso Sauce, milde Reisnudeln und würziges Tempeh Crumble: Diese Miso Nudeln haben alles, was Pasta-Fans lieben
Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 30 Min.
Arbeitszeit 40 Min.
Portionen 2 Personen

Zutaten
  

  • 200 g Reisbandnudeln
  • 150 g Blumenkohlröschen + 1 Handvoll zum Anrichten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 15 g Tahin, hell
  • 20 g Misopaste, hell
  • 1 EL Würzhefe
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Prise Pfeffer

Für das Tempeh-Crumble

  • 100 g Tempeh, Natur
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl, geröstet
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1 Spritzer Limettensaft
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 TL Sesam

zum Anrichten

  • 1 Frühlingszwiebel, in Ringen
  • frische Petersilie
  • veganer Parmesan

Anleitungen
 

  • Backofen auf 220 °C vorheizen. Blumenkohlröschen und Knoblauchzehen (mit Schale) mit etwas Olivenöl auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. 25-30 Minuten backen.
  • Tempeh grob zerbröseln und in etwas Sesamöl rundum anbraten, bis er leicht gebräunt ist. Sojasauce, Sesamöl, Ahornsirup, Limette, Pfeffer und Sesam mischen und über den Tempeh in die Pfanne gießen. Unter Rühren kurz weiterbraten, dann von der Hitze nehmen.
  • Für die Sauce den gebackenen Blumenkohl mit 200 ml Wasser, Tahin, Misopaste, Würzhefe, Zitronensaft, Salz und Pfeffer in einen Mixer geben. Knoblauch aus der Schale drücken und dazugeben, dann alles zur feinen Sauce pürieren.
  • Reisbandnudeln nach Packungsangabe kochen, kalt abschrecken und zurück in den Topf geben. Sofort mit der Sauce mischen.
  • Pasta auf zwei Teller geben. Tempeh Crumble, Petersilie, Frühlingszwiebel und veganen Parmesan darüber geben.

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