Vanillekipferl: vegan und zuckerfrei

von | 20. Dez 2022 | Kuchen & Gebäck, Rezepte, Weihnachten

Klassische Plätzchenrezepte vegan und gesünder machen? Kein Problem! So sind diese Vanillekipferl vegan und zuckerfrei, werden mit Dinkelmehl gebacken und schmecken trotzdem himmlisch. Probiere es unbedingt aus!

Lassen sich Vanillekipferl vegan backen? Diese Frage finde ich gar nicht so abwegig. Denn wenn man sich noch nicht so viel mit der pflanzlichen Küche auseinandergesetzt hat, muss man sich erstmal an ein paar Dinge gewöhnen. Zum Beispiel, dass beim Backen weder Eier noch Milch oder Butter verwendet werden. Wie sich diese Zutaten ersetzen lassen, hat man aber schnell raus – und dieses vegane Vanillekipferl Rezept eignet sich super für den Einstieg. Ob zum Selbstnaschen oder zum Verschenken: Dieser Plätzchen-Klassiker geht immer.

Vanillekipferl: vegan und zuckerfrei

Wie macht man vegane Vanillekipferl ohne Zucker?

Diese veganen Vanillekipferl sind auch etwas für alle, die es in der Weihnachtszeit gern etwas gesünder mögen. Denn statt Weizen verwenden wir hier Dinkel, statt Butter nehmen wir Kokosöl und statt Zucker Xylit, auch Birkenzucker genannt. Der ist nicht nur kalorienärmer, sondern auch zahnfreundlich. Ich benutze Xylitol super gerne zum Backen, da er ziemlich unkompliziert ist und keinen komischen Beigeschmack hat. Ich verwende ihn auch in meinem Johannisbeerkuchen Rezept mit Rührteig und Marzipan.

Du kannst Zucker 1:1 durch Xylit ersetzen. Was aber auffällt, wenn man Gebäck mit Xylit isst: das kühle Gefühl im Mund. Achte mal darauf!

Damit die Vanillekipferl auf der Zunge zergehen, solltest du entweder direkt Puderxucker – also Puderzucker aus Xylit – kaufen oder ihn selbst machen. Dafür musst du ihn nur in einen Mixer geben, einige Sekunden auf hoher Stufe zerkleinern und fertig! 

Vegane Plätzchen mit Xylit: Vanillekipferl

Vanillekipferl vegan: Backen ohne Ei und Butter

Das Gute: Für die meisten Plätzchen- sind überhaupt keine Eier nötig. In klassischen Rezepten lassen sie sich einfach weglassen oder ersetzen, zum Beispiel durch Sojamehl, fertigen Ei-Ersatz, Leinsamen, Chiasamen oder Apfelmark. Bei veganen Vanillekipferln kann die tierische Zutat einfach ignoriert werden – der Teig gelingt auch so wunderbar.

Natürlich gibt es viele pflanzliche Butter-Alternativen. Ich backe aber auch gern mit Kokosöl und mag die leicht exotische Geschmacksnote. Ganz wichtig: Kokosöl wird bei Wärme flüssig und bei Kälte hart. Verarbeite es für einen geschmeidigen Teig bei Zimmertemperatur, aber achte auch darauf, dass die anderen Zutaten ebenfalls Raumtemperatur haben. Wenn du zum Beispiel Ahornsirup oder Mandeldrink aus dem Kühlschrank mit dem Kokosöl mischst, wird es blitzschnell hart und du hast kleine Klumpen im Teig.

Wie lange bleiben Vanillekipferl frisch?

Diese Weihnachtsplätzchen sind sehr dankbar! Nach dem Abkühlen bewahrst du Vanillekipferl – vegan oder klassisch spielt dabei keine Rolle – in einer klassischen Keksdose bei Raumtemperatur auf. Die verschiedenen Lagen kannst du durch Pergamentpapier trennen. Bis zu vier Wochen können sie sich hier dann halten, wobei ich das nie ausprobiert habe. Dazu essen mein Freund und ich einfach viel zu gerne Kekse. Nun würde ich sagen: Überzeuge dich selbst vom Rezept und teste, wie lange Vanillekipferl bei dir halten!

Weitere vegane Weihnachtsrezepte findest du hier:

Vanillekipferl: vegan und zuckerfrei

Vanillekipferl: vegan und zuckerfrei

Elisa
Zarte Vanillekipferl: vegan, zuckerfrei und einfach köstlich! Ein leckerer Plätzchen-Klassiker für die Weihnachtszeit.
Zubereitungszeit 30 Minuten
Back- und Kühlzeit 1 Stunde
Portionen 2 Bleche

Zutaten
  

  • 225 g Dinkelmehl, Type 630
  • 75 g gemahlene Mandeln, blanchiert
  • 100 g Puderxucker* aus Xylit
  • 1 TL Vanillemark
  • 125 g Kokosöl Raumtemperatur
  • 50 ml Mandeldrink Raumtemperatur
  • 2 TL Vanillexucker* für die Deko

Anleitungen
 

  • Das Mehl in eine Schüssel sieben. Erst Mandeln, 80 g Puderxucker und Vanillemark, dann Kokosöl und Mandeldrink zugeben. Alles mit den Knethaken des Handrührgerätes rasch zu einem glatten Teig verkneten – am besten am Ende kurz mit den Händen durchkneten. Teig in 4 gleich große Kugeln aufteilen und diese zu Strängen formen. In Frischhaltefolie wickeln und für 30-60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Den Backofen auf 175 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier belegen. Die Teigstränge nacheinander aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden – diese zwischen den Händen zu Kipferln formen und mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Bleche legen. So verfahren, bis der gesamte Teig verbraucht ist.
  • Vanillekipferl für 13-14 Minuten im vorgeheizten Ofen backen, bis sie an den Rändern ganz leicht gebräunt sind. Aus dem Ofen nehmen und auf ein Rost stellen.
  • Die übrigen 20 g Puderxucker mit 2 TL Vanillexucker in einem tiefen Teller mischen. Die heißen Kipferl vorsichtig mit der Oberseite hineindrücken, sodass sie gleichmäßig bedeckt sind. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und anschließend in einer Keksdose lagern.

Notizen

*Anstelle von normalem Puderzucker und Vanillezucker verwende ich Produkte aus Birkenzucker – auch Xylitol oder Xylit genannt. Er lässt sich 1:1 verwenden wie Zucker, hat aber wesentlich weniger Kalorien und ist gesünder für die Zähne.

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Markiere mich gerne auf Instagram mit @elisa.brunke

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